Wenn 50 Menschen aus Würzburg, Randersacker, Theilheim und Eibelstadt frühmorgens gemeinsam in einen Bus steigen, dann kann das nur eines bedeuten: Entweder ein sehr mutiger Busfahrer – oder ein ganz besonderes Ereignis. In unserem Fall zum Glück Letzteres: die Priesterweihe unseres Diakons Frater Wilibrodus Kantul in Weißenhorn, gute 200 Kilometer entfernt.
Schon die Fahrt war ein kleines Gemeinschaftsabenteuer: vom frühen Sammeln an verschiedenen Haltestellen über erste Gespräche bei noch leicht verschlafenen Gesichtern bis hin zu der Erkenntnis, dass 200 Kilometer mit netter Gesellschaft erstaunlich kurz sein können. Der Gottesdienst in Weißenhorn war wirklich eindrucksvoll und ergreifend. Drei Männer wurden zu Priestern geweiht – ein Moment voller Tiefe, Freude und spürbarer Berufung. Für viele von uns war es nicht nur feierlich, sondern auch bewegend, bei einem so wichtigen Schritt im Leben „unseres“ Diakons dabei sein zu dürfen. Im Haus der Claretiner-Missionare erwartete die ganze Gruppe die Einladung zu einem typisch schwäbischen Mittagessen. Spätestens beim anschließenden Kaffee und Kuchen war klar: Gemeinschaft geht auch sehr gut mit Soße, Spätzle und Sahne. Am Ende des Tages traten wir erfüllt, satt und gut gelaunt die Heimreise an. Diese Fahrt war weit mehr als ein Ausflug: Sie war ein echtes Gemeinschaftserlebnis, geprägt von Freude, Dankbarkeit und dem schönen Gefühl, Teil von etwas Größerem gewesen zu sein. Oder, um es bus-tauglich zusammenzufassen: 200 Kilometer hin, 200 Kilometer zurück – aber die Freude darüber reicht noch ein ganzes Stück weiter.
Sandra Henig

