Ursprünglich stand der Herz-Jesu-Altar - aufgestellt im Jahre 1907 - in der nördlichen Apsis des Querschiffs. Nach der grundlegenden Restaurierung der Adalberokirche in den Jahren 1989 bis 1992 musste der Herz-Jesu-Altar durch den Einbau der Rensch-Orgel von seinem Platz entfernt werden und wurde nach links in das Seitenschiff verschoben. Die hoch oben thronend stehende Figur des heiligsten Herzens, die dem Altar seinen Namen gegeben hatte, musste aus baulichen Gründen entfernt werden.
Die Figur stand bis zum 18. Juni 2016 hinter dem Ziboriumshochaltar und wurde am 4. Juli 2016 in einem Depot der Diözese Würzburg eingelagert. In kooperativer Zusammenarbeit mit Kunstreferent Jürgen Emmert, Pfarrer Tobias Fuchs und der Kirchenverwaltung von St. Adalbero gelang es Günter und Wolfgang Keller die Herz-Jesu-Figur am 31. Juli 2025 wieder in die Adalberokirche zurückzubringen. Nach 33 Jahren wurde die Herz-Jesu-Figur am 7. November 2026 in Zusammenarbeit mit dem Restaurator Christoph Schädel aus Randersacker und Mesner Thomas Dörfler wieder auf den Altar gestellt.
Der Herz-Jesu-Altar ist ein Werk von Heinz Schiestl. Ein großes Holzrelief zeigt das heilige Abendmahl. Der Boden des Abendmahlraumes nimmt Bezug auf den ursprünglichen Boden der Adalberokirche vor deren Zerstörung in der Nacht des 16. März 1945. Der linke Altarflügel zeigt die Geburt Christi, gemalt von Matthäus Schiestl. Die ganze Komposition des Bildes, die herrliche Farbengebung und die Gestaltung der einzelnen Personen zeigen so ganz den diesem Künstler eigenen Typ. Die Spruchleisten besagen: „Apud Dominum misericordia et copiosa apud eum redemptio“ (Bei dem Herrn ist Barmherzigkeit und überreiche Erlösung). Der rechte Flügel zeigt den Heiland mit seinen drei Jüngern am Ölberg; im Hintergrund die sich nahenden Schergen. Dieses Bild ist ebenfalls von Matthäus Schiestl gemalt. Hier findet sich die Überschrift: „Percuties petram et exibit ex ea aqua, ut bibat polulus“ (Schlage auf den Felsen und es wird Wasser aus ihm fließen, damit das Volk trinke).
Wolfgang Keller


